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Wissen rund um Ihre Uhr

Uhrenlexikon

Was unterscheidet einen Chronographen von einem Chronometer? Was ist eine Lünette? Entdecken Sie die Begriffe hinter den Details.

Kleine Details.
Einfach erklärt.

Vom Uhrwerk bis zum Armband: Hier finden Sie verständliche Erklärungen zum Nachschlagen. Das Lexikon vermittelt allgemeines Uhrenwissen; nicht jede beschriebene Funktion gehört zu unserem Sortiment.

20 Begriffe

AutomatikwerkUhrwerk

Ein Automatikwerk ist ein mechanisches Uhrwerk, das sich durch Bewegungen beim Tragen selbst aufzieht. Im Inneren bewegt sich ein Rotor, der die Zugfeder spannt und damit Energie für den Antrieb speichert. Wird die Uhr abgelegt, läuft sie mit dieser gespeicherten Energie weiter, bis ihre Gangreserve aufgebraucht ist.

ChronographFunktionen

Ein Chronograph verbindet die gewöhnliche Zeitanzeige mit einer zusätzlichen Stoppfunktion. Über Drücker am Gehäuse können Sie eine Zeitmessung starten, anhalten und wieder auf null zurücksetzen. Je nach Ausführung zeigen zusätzliche Zähler die gemessenen Sekunden, Minuten oder Stunden an. Der Begriff beschreibt eine Funktion und ist nicht mit der Genauigkeitsbezeichnung Chronometer zu verwechseln.

ChronometerUhrwerk

Als Chronometer wird eine Uhr bezeichnet, deren Ganggenauigkeit nach festgelegten Kriterien geprüft und zertifiziert wurde. Eine bekannte Prüfstelle ist die Schweizer COSC. Bei solchen Prüfungen spielt unter anderem das Verhalten unter verschiedenen Bedingungen eine Rolle. Anders als ein Chronograph bezeichnet ein Chronometer also keine Stoppfunktion, sondern eine nachgewiesene Präzision.

DigitalanzeigeAufbau

Eine Digitalanzeige stellt die Uhrzeit unmittelbar als Ziffern dar, statt sie über die Stellung von Zeigern anzuzeigen. Sie lesen Stunden und Minuten deshalb als Zahlenfolge ab. Digitale Anzeigen lassen sich außerdem mit weiteren Informationen oder Funktionen kombinieren. Der Begriff beschreibt zunächst die Art der Darstellung, nicht eine bestimmte Zusatzfunktion der Uhr.

DrückerAufbau

Drücker sind Bedienelemente am Rand des Uhrengehäuses, mit denen sich zusätzliche Funktionen auslösen lassen. Bei einem Chronographen dienen sie beispielsweise dazu, die Zeitmessung zu starten, anzuhalten oder zurückzusetzen. Ihre Form und Anordnung können sich je nach Modell unterscheiden. Welche Aufgabe der einzelne Drücker übernimmt, entnehmen Sie der passenden Bedienungsanleitung.

FaltschließeAufbau

Eine Faltschließe verschließt das Uhrenarmband über einen klappbaren Gelenkmechanismus. Beim Öffnen vergrößert sich der Umfang des Bandes, während beide Enden weiterhin miteinander verbunden bleiben. So lässt sich die Uhr über die Hand abstreifen, ohne das Armband vollständig zu trennen. Faltschließen kommen sowohl an Metall- als auch an Lederarmbändern zum Einsatz.

FederhausUhrwerk

Das Federhaus ist ein trommelförmiges Bauteil im Inneren eines mechanischen Uhrwerks. Es nimmt die aufgewickelte Zugfeder auf, in der beim Aufziehen Energie gespeichert wird. Beim allmählichen Entspannen gibt die Feder diese Energie an den Antrieb weiter. Das Federhaus gehört damit zu den grundlegenden Bauteilen einer mechanischen Uhr und ist nicht mit ihrem äußeren Gehäuse zu verwechseln.

GangreserveUhrwerk

Die Gangreserve beschreibt, wie lange eine mechanische Uhr mit der gespeicherten Federenergie ohne erneutes Aufziehen weiterlaufen kann. Sie ist besonders dann interessant, wenn Sie eine Uhr zeitweise ablegen. Ihre Dauer hängt vom jeweiligen Uhrwerk und dessen Energiespeicher ab. Für den konkreten Wert sind deshalb die technischen Angaben des jeweiligen Modells maßgeblich.

HandaufzugUhrwerk

Bei einer mechanischen Uhr mit Handaufzug spannen Sie die Antriebsfeder von Hand über die Krone. Die dabei gespeicherte Energie wird anschließend nach und nach an das Uhrwerk abgegeben. Im Unterschied zum automatischen Aufzug übernehmen Sie diesen Vorgang selbst. Wie Ihre Uhr aufgezogen wird und was dabei zu beachten ist, beschreibt ihre Bedienungsanleitung.

IndizesAufbau

Indizes sind die Markierungen auf dem Zifferblatt, an denen Sie die Stellung der Zeiger und damit die Uhrzeit ablesen. Sie können beispielsweise als Ziffern oder andere Zeichen gestaltet sein. Neben ihrer praktischen Aufgabe prägen sie den Eindruck des Zifferblatts: Achten Sie beim Betrachten einer Uhr darauf, wie Markierungen, Zeiger und Hintergrund zusammenwirken.

Kleine SekundeFunktionen

Bei einer kleinen Sekunde wird die laufende Sekunde auf einem eigenen, kleinen Zifferblatt außerhalb der Mitte angezeigt. Der Sekundenzeiger sitzt also nicht gemeinsam mit Stunden- und Minutenzeiger im Zentrum. Häufig befindet sich diese Anzeige im unteren Bereich des Zifferblatts. Der Begriff beschreibt diese besondere Anordnung der Sekundenanzeige und nicht automatisch eine Stoppfunktion.

KomplikationFunktionen

In der Uhrmacherei bezeichnet eine Komplikation eine zusätzliche Funktion, die über die reine Zeitanzeige hinausgeht. Dazu zählen beispielsweise eine Kalenderanzeige oder die Stoppfunktion eines Chronographen. Der Ausdruck ist dabei ein technischer Fachbegriff und meint keinen Fehler oder eine schwierige Bedienung. Welche Zusatzfunktionen eine Uhr bietet, hängt von ihrer jeweiligen Ausführung ab.

KroneAufbau

Die Krone ist das meist seitlich am Gehäuse sitzende Bedienelement zum Einstellen der Uhr. Je nach Uhrwerk lassen sich darüber die Zeiger und die Datumsanzeige verstellen; bei mechanischen Uhren kann sie außerdem dem Aufziehen dienen. Manche Kronen sind verschraubt. Beachten Sie für die einzelnen Bedienpositionen und die richtige Handhabung stets die Anleitung Ihres Modells.

LünetteAufbau

Die Lünette ist der Ring, der das Uhrglas umgibt und den sichtbaren Rahmen des Zifferblatts bildet. Sie kann zurückhaltend gestaltet sein oder durch ihre Oberfläche und Form einen deutlichen Akzent setzen. Je nach Ausführung trägt sie zusätzlich eine Skala oder übernimmt eine technische Funktion. Nicht jede Lünette dient daher ausschließlich der Gestaltung.

QuarzwerkUhrwerk

Ein Quarzwerk nutzt die regelmäßigen Schwingungen eines elektronisch angeregten Quarzkristalls als Taktgeber für die Zeitmessung. Dieser Takt wird im Uhrwerk zur Steuerung der Anzeige verwendet. Die Zeit kann dabei über Zeiger oder digital dargestellt werden. Auch Zusatzfunktionen wie eine Stoppfunktion sind mit einem Quarzwerk möglich; entscheidend ist die jeweilige Ausstattung der Uhr.

RotorUhrwerk

Der Rotor ist die bewegliche Schwungmasse im Inneren einer Automatikuhr. Durch die Bewegungen beim Tragen verändert er seine Lage und trägt über den Aufzugsmechanismus dazu bei, die Zugfeder zu spannen. Er ist damit ein zentrales Bauteil des automatischen Aufzugs. Die gespeicherte Energie befindet sich anschließend in der Feder, nicht im Rotor selbst.

TachymeterFunktionen

Ein Tachymeter ist eine Skala zur Ermittlung einer durchschnittlichen Geschwindigkeit anhand einer gemessenen Zeit über eine bekannte Strecke. Bei entsprechend ausgestatteten Chronographen befindet sie sich auf dem Zifferblatt oder der Lünette. Die Skala misst nicht eigenständig, sondern wird zusammen mit der Stoppfunktion verwendet. Für die richtige Anwendung sind die Bezugsstrecke und die Hinweise zur jeweiligen Uhr entscheidend.

TotalisatorFunktionen

Ein Totalisator ist eine zusätzliche Zähleranzeige auf dem Zifferblatt eines Chronographen. Er stellt einen Teil der gestoppten Zeit dar, je nach Ausführung beispielsweise Minuten oder Stunden. Solche Anzeigen erscheinen häufig als kleine Kreise innerhalb des Hauptzifferblatts. Welche Werte die einzelnen Zähler Ihres Modells darstellen, können Sie in der Bedienungsanleitung nachlesen.

UnruhUhrwerk

Die Unruh gehört zum Regelsystem einer mechanischen Uhr und arbeitet mit einer feinen Spiralfeder zusammen. Ihre regelmäßige Hin- und Herbewegung bestimmt gemeinsam mit der Hemmung den Gang des Uhrwerks. Während die Zugfeder die Antriebsenergie liefert, übernimmt dieses schwingende System die Taktgebung. Die Unruh ist damit ein Bauteil im Werk und keine Anzeige auf dem Zifferblatt.

WasserdichtigkeitIm Alltag

Die Angabe zur Wasserdichtigkeit beschreibt den Druck, dem eine Uhr bei einer entsprechenden Prüfung standhält. Angaben in Metern beziehen sich dabei auf den zugehörigen Wasserdruck unter Prüfbedingungen. Der Schutz hängt unter anderem vom Zustand von Glas, Gehäuse, Krone und Dichtungen ab. Eine Druckangabe sollte deshalb nicht ohne die modellspezifischen Nutzungshinweise als Freigabe für jede Aktivität im Wasser verstanden werden.

Welche Nutzung für Ihre Uhr vorgesehen ist, entnehmen Sie bitte ausschließlich den Angaben und der Bedienungsanleitung Ihres konkreten Modells.

Ihre Uhr im Detail.

Sie möchten die Funktionen Ihrer eigenen Uhr kennenlernen? Nutzen Sie die passende Bedienungsanleitung oder wenden Sie sich mit Ihrer Frage an uns.